Fahrstühle machen uns zu Idioten, ob wir wollen oder nicht. Selbst, wer sich für den King-of-Smalltalk hält, verfällt im Lift dem „Fahrstuhl-Knigge“, der zum kommunikativen Absturz führt. Ob wir mit der großen Liebe im Fahrstuhl stehen, werden wir nie erfahren. Näher kommen werden sich die Fahrgemeinschaften mit den Top-Five-Sprüchen jedenfalls nicht: „Na, junge Dame, nehmen Sie mich ein Stückchen mit?“, „Jetzt bin ich ganz unten angekommen“, „Sie wollen wohl hoch hinaus“, „Die ganz große Runde“, „Einer geht noch“.

 Es scheint nur drei zulässige Sprechanlässe zu geben: Man kommentiert die Fahrtrichtung, die Zieletage oder das mehr oder wenige gute Durchkommen. Wer sich dem entziehen will, dem bleibt nur, auf dem Handy rumzutippen. Es scheint jedenfalls viele zu geben, die auch ohne Empfang SMS versenden können. Auf der Coolness-Skala machen wir damit zwar keinen Sprung. Ist aber immer noch besser, als diese etagenübergreifenden Freundschaften. Solche, wo mit dem Arm in der Lichtschranke der Fahrstuhl gestoppt wird, weil die Debatte über das Problem mit dem kaputten Wäschetrockner jetzt nicht warten kann. Im Gegensatz zur Fahrstuhlgruppe.

Und während dann diskutiert wird, ob sich vielleicht ein BH-Bügel in der Mechanik verfangen hat, tippt die Zwangsgemeinschaft längst wieder auf ihren Displays herum. Und dann werden wieder Mitteilungen ins Nichts versendet. Was wohl drin steht? Vermutlich immer dasselbe: „Wo ist die Fahrstuhlmusik, wenn man sie mal braucht?“

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Eine Woche lang Sommer wie im Bilderbuch. Mit barfuß Fahrradfahren, Weißweinschorle auf dem Balkon, mit Freibad, Eis und Park. Ja, es hätte so schön sein können. Doch bevor es überhaupt losging mit dem schönen Wetter, kündigten die Wetterdienste schon das Ende des Kurzsommers an: am heutigen Sonnabend soll alles wieder vorbei sein. Diese Ankündigung ist eine psychologische Frechheit!

Liebe Wetterexperten, wissen Sie denn nicht, was das für Menschen bedeutet, für die so ein richtiger Sommer das Allergrößte ist? Das ist wie um 21 Uhr in die Disco zu gehen, obwohl man weiß, dass zwei Stunden später die Musik ausfällt. Wie die neue Liebe zu genießen, obwohl schon klar ist, dass man sich später über den Sommerliebe-Flop kaputtlachen wird. Wie das Leben einer Eintagsfliege, die weiß, dass sie gleich tot ist.

Wie soll man sich da bitte entspannen? Seit Montag musste jede freie Sekunde in der Sonne verbracht werden. Das Minimalprogramm von Feierabend bis Sonnenuntergang: braun werden, auf der Alster paddeln, Biergarten, Park, Eis, Cocktails, Elbe, grillen, schwimmen, flirten, Beach-Club, Balkon. Purer Stress.

Liebe Wetter-Menschen, Sie haben uns den naiven Glauben an einen Sommer genommen, der kommt und einfach bleibt. Deshalb bitte ich Sie: Lügen Sie uns an! Faseln Sie irgendwas von nicht enden wollendem Traumsommer. Erfinden Sie stabile Hochs und lenken Sie die Kaltluft auf ihren Karten irgendwo hin – Hauptsache an Hamburg vorbei. Lassen Sie uns das Sommergefühl, solange es geht – mindestens so lange, bis Sie uns weiße Weihnachten versprechen.

In Privatunterkünften übernachten Reisende zu günstigen Preisen. Familienanschluss und gutes Essen sind dabei fast immer inklusive. Read the rest of this entry »

Wenn das mal keine gute Nachricht ist: Mein Fahrrad steht immernoch genau da, wo ich es abgestellt habe – neulich, im Februar. Angeschlossen an einen Baum in der Vereinsstraße. Bei all den zigtausend Fahrrädern, die in Hamburg so im Jahr geklaut werden, ist das allemal eine Meldung wert. Und es kommt noch besser: Mein Rad wurde nicht nur nicht gestohlen, sondern ebenso wenig demoliert. Noch nicht mal ein Werbezettel klemmt am Gepäckträger. Fehlt nur noch, dass jemand die Kette geölt hätte.

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Wer bin ich? Eine klassisch heikle Frage. Wenn man sie sich nicht selbst stellt, dann tun es andere. Mein neuer Steuerberater zum Beispiel. Offenbar wollte er genauer wissen, wen er jetzt beraten soll, und warf eine bekannte Suchmaschine im Internet an. Dort fand er ein Video, in dem ich einen Flugsimulator teste, mich ziemlich dämlich dabei anstelle und das mit „geht so“-witzigen Sprüchen kommentiere. Den Online-Tiefflug fand er ziemlich ulkig, sagte er zumindest, und legte eine Tiefflieger-Datei mit meinem Namen an.

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Im Kiosk an der Haltestelle Lutterothstraße (U 2) gehört der Morgen den Eiligen. Wir sind eine verschworene Gemeinschaft, denn wir alle nehmen immer die Bahn um 8.46 Uhr und treffen uns zumeist zwischen 8.42 und 8.45 Uhr im Kiosk auf dem Bahnsteig, um noch rasch den täglichen Bedarf an Süßigkeiten, Brötchen, Zeitungen und/oder Zigaretten zu decken. Das ungeschriebene Gesetz lautet: Zeit ist abgezähltes Münzgeld.

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Der Mann umarmt die Geliebte - im Auto nimmt Beschatter Jo Sippel die Szene mit der Kamera auf

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Der private Ermittler Joachim Sippel versteckt sich sogar in Kofferräumen, um untreue Ehepartner zu überführen. Sein Geschäft sind die Fakten.
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